Tesla Camping

dürfte ein gar nicht so seltener Einstieg in die Elektro Camper Welt sein. Ich gehe davon aus, dass man die ersten Schritte in die Elektromobilität nicht mit einem Wohnmobil, sondern im PKW Bereich macht. So war es bei mir auch. Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, habe ich meine ersten Berührungspunkte mit der Elektromobilität im PKW Bereich gemacht. Aktuell fahre ich ein Tesla Model Y, hier noch mal das Bild von der Abholung.

Wer mit Tesla bisher nichts am Hut hatte, wird vermutlich nicht auf die Idee kommen, dass hier auch ein recht passabler Camper vor einem steht. Doch dass Tesla ein Herz für Tesla Camping hat, sieht man an der Software des Fahrzeugs. Jeder Tesla hat einen sogenannten "Camp Modus"

Tesla App, hier kann man den Camp Modus einschalten.
Tesla Camping: Camp Modus in der Tesla App

Der Camp Modus ist für Übernachtungen im Auto, also Tesla Camping gedacht. Das Tolle bei einem Elektroauto ist ja, dass man immer eine Standheizung und eine Standklimaanlage "ab Werk" dabei hat. Wenn man im Auto selbst oder über die App den Camp Modus aktiviert, kann man sich seine Wunschtemperatur im Auto einstellen, die dann die ganze Nacht gehalten wird.

Sinvolle Einstellungen beim Tesla Camping:

Die Lüftung sollte man dabei auf 1 stellen, sonst wird es unter Umständen etwas zu laut beim schlafen. Bei aktiviertem Camp Modus bleiben auch alle Steckdosen im Innenraum aktiv, damit man Handy, Kühlbox etc. über Nacht am Strom lassen kann.

Wichtig für die Sicherheit: Beim Tesla Camping sollte man das Auto, wenn man schlafen geht nicht mit der App, sondern über den Touchscreen im Fahrzeug verriegeln. Nur dann kann man von außen die Türen nicht öffnen, wenn das Handy im Auto ist. Verriegelt man über die Handy App, kann man die Türen von außen öffnen, weil der Schlüssel (das Handy) im Auto ist. Nur wenn man über den Touchscreen des Fahrzeugs verriegelt, weiß das Auto, dass es die Türen nicht öffnen darf, auch wenn der Schlüssel im Auto ist.

Auch wichtig zu beachten: Wenn die Fahrzeugbatterie auf 20% fällt, wird der Camp Modus automatisch abgeschaltet, damit man am nächsten Morgen nach dem Tesla Camping noch wegfahren kann. Dann aktiviert sich allerdings auch wieder der Fahrzeugalarm, weshalb man tunlichst dafür sorgen sollte, dass man mit mindestens 50-60% im Akku in die Nacht startet.

Der Akkuverbrauch im Camp Modus hängt stark von den äußeren Bedingungen ab. Wenn es draußen -20°C kalt ist und man bei kuscheligen 20°C im Innenraum schläft, ist der Verbrauch logischerweise höher, als wenn man im Frühling campen geht, wenn man keine Heizung braucht und es auch nicht so warm ist, dass die ganze Nacht die Klimaanlage mitlaufen muss.

Der Vorteil beim Tesla Camping mit Camp Modus ist durch die laufende Lüftung natürlich auch, dass man keine Probleme mit Kondensation im Innenraum hat, selbst wenn alle Fenster geschlossen sind. Im Landy mussten wir, bevor wir das Hubdach hatten, die Fenster immer einen Spalt geöffnet lassen, damit der Landy über Nacht nicht zur Tropfsteinhöhle wird, wenn man zu zweit im Fahrzeug übernachtet. Und je nach Mücken- bzw. Midgeslage musste man dann auch noch mit Lüftungsgitter und Mückennetz arbeiten, damit man zwar Luft, aber keine ungebetenen Gäste im Auto hat. Beim Tesla Camping hat man die Sorgen nicht.

All das braucht man, ebenso wie die Luftstandheizung die wir im Landy nachgerüstet hatten, beim Tesla Camping nicht.

Aber wie schlafe ich denn jetzt im Tesla?

Da jeder Tesla ab Werk also schon wichtige Features für einen Elektro-Camper mitbringt, eignet er sich also prima, um damit mal Campen zu gehen, bis man sein Traum Elektro-Womo gefunden hat. Jeder Camper weiß, dass diese Art des Reisens schnell mit einer Materialschlacht enden kann.

Doch alle Gadgets, die man beim Tesla Camping nutzen KÖNNTE, würden diesen Artikel sicherlich sprengen. Deshalb beschäftige ich mich in diesem Artikel nur mit dem wichtigsten Feature, das man auf jeden Fall braucht, wenn man Tesla Camping testen möchte: dem Bett!

Um im Tesla zu übernachten, klappt man einfach die Rücksitze um, verstaut vorher sein Gepäck im Kofferraum unter der "Motorhaube" oder im riesigen Fach unter der Ladefläche und legt eine Matratze hinten rein. Tesla selbst bietet eine aufblasbare Matratze mit Pumpe an, die genau auf die Konturen des Innenraums ausgelegt ist. Die Tesla Matratze kostet bei Tesla aktuell 235€ und kann bequem in der App bestellt werden. Hier ein Screenshot aus der App:

Screenshot Tesla App

Doch der Zubehör Markt schläft nicht und hat zum Teil sowohl deutlich teurere, aber auch deutlich bequemere Matratzen und auch deutlich billigere Matratzen zu bieten.

Grundlegend gibt es folgende Dinge, die bei der Wahl der Matratze zu beachten sind:

  1. Wie gut löst die Matratze das Problem der "Lücke" zwischen umgeklapptem Sitz und den Vordersitzen? Eine einfache Luftmatratze führt dazu, dass der Kopf nicht unterstützt ist und man mit dem Kopfende nach unten knickt.
  2. Wie ist die Bedienung mit der Pumpe gelöst? (Fest verbaut, auswechselbar?)
  3. Wie gut lässt sich die Matratze wieder wegräumen?
  4. Benötigt man einen zusätzlichen Topper oder liefert die Matratze alles mit?
  5. und natürlich: wie ist der Liegekomfort?

Da es bereits unzählige Reviews zu allen möglichen Matratzen gibt, komme ich hier direkt zum Fazit.

Meine persönliche Empfehlung ist leider auch die teuerste. Aber ich habe die Erfahrung gemacht: wer billig kauft, kauft zweimal. Deshalb gehe ich bei Camping Equipment inzwischen keine Kompromisse mehr ein, insbesondere nicht, wenn es um meinen Komfort geht. Deshalb empfehle ich die Matratze von Snuuzu.

Hinweis zur Werbung: Es folgen ein paar Affiliate Links, d.h. ich bekomme eine kleine Provsion, wenn du über diese Link etwas kaufst. Hinweise zu den Affiliate Partnern findest du in meinen Datenschutzhinweisen.

Damit du auch was davon hast:

Mit dem Rabatt Code MARCUSKRUHS, bekommst du 10% Rabatt vom Anbieter shop4Tesla.

Mein Favorit bei der Matratzenwahl:

Werbung: Die Snuuzu Matratze

Diese Matratze geht in sämtlichen Reviews, die ich gesehen habe, als Sieger vom Platz. Sie ist am bequemsten, hat bereits den Topper an Board und löst durch ihre besondere Konstruktion das "Lückenproblem" besonders gut. Wer nicht nur einmal testweise im Tesla übernachten will, macht hier nichts verkehrt.

Alternativ:

Wem das jedoch zu teuer ist und wer auch die Tesla Matratze zu teuer findet, könnte hiermit glücklich werden:

Für nur 99,- Euro inkl. Pumpe gibt es

Werbung: diese Matratze

oder wenn es doch etwas teurer sein darf, wäre Werbung: diese Matratze vielleicht etwas.

Um bei diesen Variante jedoch nicht mit abgeknicktem Kopf zu schlafen, sollte man jedoch unbedingt noch Werbung: diese Auflage-Erweiterung dazu kaufen, damit die Matratze am Kopfende gehalten wird. Topper oder ein Bettlaken muss man dann je nach Bedarf selbst drüberlegen.

Ich persönlich werde mir die Snuuzu Matratze kaufen, weil ich irgendwie doch nochmal Lust habe, den einen oder anderen "back to the roots" Campingtrip zu machen. Denn im Landy haben wir damals auch so angefangen:

Unser erster Innenschläfer: Isomatten im Landy

Auf dieser Seite werde ich nach und nach alle Artikel zum Thema Tesla-Camping verlinken.