Vor ein paar Tage bekam ich eine Mail von Gunnar, einem Leser dieses Blogs, der zu diesem Zeitpunkt bereits rund 50 Tage und 5000km in Norwegen und Schweden mit einem gemieteten Outbase ID.Buzz unterwegs war. Zufälligerweise genau dem Anbieter, den ich als nächstes besuchen wollte. Netterweise schickte mir Gunnar einen ausführlichen Erfahrungsbericht, der 21 Punkte abdeckte und voll des Lobes über den Outbase ID.Buzz war.

Auch sie sind zu zweit unterwegs und dem begeisterten Bericht entnehme ich, dass so ein Elektro-Camper in Van Größe offenbar auch für lange Reisen prima geeignet ist. Da wir inzwischen im geräumigen 6m Kastenwagen unterwegs sind, hat mich dieser Punkt sehr interessiert, da ich mir nicht sicher war, ob so ein relativ kleiner Van wie ein ID.Buzz nicht doch irgendwann zu klein ist, wenn man länger unterwegs ist.

Meinen gebuchten Besuchstermin in den Niederlanden musste ich leider absagen, aber Messe sei Dank, konnten wir uns dort den Outbase ID.Buzz von Tim, dem Co-Founder von Outbase Campervans zeigen lassen.

Leider schwirren auf der Messe immer so viele Leute um die Autos, dass man kaum Fotos schießen kann, deshalb beginne ich mit Screenshots von der Seite von Outbase Campervans.

Quelle: https://outbasecampervans.com

Das Hubdach des Outbase ID.Buzz

Wie man sieht, hat der Outbase ID.Buzz ein klassisches Hubdach, das nach oben geöffnet wird, d.h. man schläft entweder unten oder oben über dem Fahrzeug und nicht wie bei dem Tonke ID.Buzz oben neben dem Fahrzeug. Das hat zur Folge, dass man zwar unten nicht stehen kann, wenn oben jemand im Bett liegt, aber immerhin kann man aufrecht sitzen. Vorteil des Outbase ID.Buzz Hubdach ist, dass es elektrisch auf und zu geht, und man daher nicht im Regen draußen selbst das Hubdach schließen muss.

Quelle: outbasecampervans.com

Das Dach kann man vorne komplett öffnen, nur das Moskitonetz schließen oder den Stoff komplett schließen. Wie man sieht, sind die Sitze vorne drehbar, wodurch man bequem zu viert im Auto sitzen kann. Die genialen Details sind hier noch gar nicht so ersichtlich.

Stauraum im Outbase ID.Buzz

Bei so aufgeräumten Prospektfotos frage ich mich immer: und wo soll ich meine Sachen lassen? Und wo bringe ich den Tisch während der Fahrt unter?

Sieht man doch, oder? Denn auf dem Bild sieht man:

  1. Eine sehr lange Schublade unter der Rückbank.
  2. Eine lange Schublade unter der Box zwischen den Sitzen.
  3. Stauraum unter den Sitzen.
  4. Einen Kühschrank neben der Schublade unter der Rückbank.
  5. Insgesamt 4 Bodenfächer in denen man einiges unterbringen kann.
  6. Der Tisch liegt während der Fahrt flach an der Schiebetür, die man öffnen kann, wenn der Tisch verstaut ist.
  7. Handylademöglichkeiten an den Elektroschienen (eine über jeder Schiebetür (ok die eine sieht man nicht) und eine über der Heckklappe).
  8. Eine Notfalltoilette, die in der Box zwischen den Sitzen versteckt ist. Die kann man auch nutzen, wenn unten die Schlafcouch ausgezogen ist. Da wo die Box jetzt steht ist sie Aufstiegshilfe ins Hubdach.
Quelle: outbasecampervans.com

Hier sieht man die ausgefahrene Schlafcouch und weiteren Stauraum hinten auf der Beifahrerseite.

Wenn man etwas ranzoomt, sieht man die schwenkbare Küche. Im Innenraum kann man ein Induktionskochfeld nutzen. Wenn man sie rausschwenkt noch ein zweites. Ein kleines Waschbecken darf auch nicht fehlen. Und unter dem Seitenschrank ist die Powerbank mit 220V Steckdose untergebracht.

Der Möbelbau ist überall auf Leichtbau optimiert und kein Vergleich mit den dicken Hölzern in meinem Kastenwagen.

Und wie ist die Reichtweite vom Outbase ID.Buzz?

Die Reichweite richtet sich natürlich nach dem Basisfahrzeug. Also schafft man so etwa 400km, natürlich abhängig von Fahrweise, Wetter, man kennt das ja.

Was hat uns besonders gut gefallen?

Eigentlich dachte ich, dass man in so nem ID.Buzz Elektro-Camper keinen Platz hat, um das typische Urlaubsgepäck mitzunehmen. Aber das stimmt nicht. Im Outbase ID.Buzz verschwindet so viel im Boden, in Schubladen und unter Sitzen, dass ich inzwischen keine Bedenken habe, dass der Platz ein Problem sein könnte. Der Innenraum wirkt sogar luftiger als bei uns im Kasten, weil es kein abgetrenntes Badezimmer gibt und die kleine Schwenkküche deutlich weniger Platz in Anspruch nimmt, als die Küchenzeile bei uns im Kasten.

Kann man den Outbase ID.Buzz mieten?

Kann man, offenbar auch ziemlich lange wie eingangs erwähnt. Auf der Homepage von Outbase findet man Hinweise zu verschiedenen Vermietstationen. Da werden wir bestimmt auch mal einen mieten…

Die Preise stehen leider nicht auf der Homepage, sondern müssen angefordert werden. Warum die ID.Buzz Umbaufirmen die nicht direkt auf die Seite schreiben, verstehe ich nicht. Vielleicht will man die potentiellen Kunden nicht gleich erschrecken, denn alles auf ID.Buzz Basis ist leider ziemlich teuer, als Elektro-Camper Umbau.

Gibt es ein Video vom Besuch?

Na klar! Hier geht es zum YouTube Video, in dem man auch viel besser sehen kann, was ich hier gerade beschrieben habe. Abonnieren und kommentieren nicht vergessen 😉

Vielen Dank an Tim von Outbase Campervans für die ausführliche Vorführung und vielen Dank Gunnar, für deinen Erfahrungsbericht.

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