Ist Tesla-Camping mit über 50 Jahren eine verrückte Idee?
Ich habe gerade meine alten Fotoalben durchgesehen und unsere Reisen und unsere jeweiligen Reisefahrzeuge revue passieren lassen.
Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen:
das Problem…
Im Laufe der Jahre haben wir unser Campingsetup immer „gemütlicher“ gestaltet. Ganz am Anfang hieß es noch Zelt aufbauen, Sachen reinräumen, Sachen rausräumen, Zelt abbauen. Das war je nach Wetterlage mal schweißtreibend, mal mückenreich, auf jedenfall waren wir gezwungen, uns zu bewegen. Das Reisefahrzeug war klein, wendig, offroadtauglich und unkomfortabel auf der Straße.

Selbst als wir „ins“ Auto gezogen sind, wurde noch viel geräumt, gekramt und auf- und abgebaut.




Im Laufe der Jahre wurden wir noch gemütlicher und „endeten“ im Kasten. Nix aufbauen, nix abbauen, alles an Bord, bei schlechtem Wetter einfach den Sitz umdrehen und man sitzt in der Küche oder geht direkt nach hinten pennen.


Schlechtes Wetter, kein Problem, bleibt man halt „zu Hause“ und liest.

Gemütlich an schöne Orte fahren und alles immer dabei, herrlich unanstrengend.

Die einzige „Arbeit“: Stühle rausstellen

Ja das Reisen im Wohnmobil kann so schön und gemütlich sein…
ABER…
das dicke Problem…
Nach Jahren der Optimierung, auf Reisen möglichst wenig tun zu müssen, wuchs unser „Reisegewicht“ irgendwie proportional zu dem Platz den wir im Laufe der Zeit im Auto hatten. Und wenn man die 50 überschritten hat, stellt man völlig überraschend fest: Wenig Bewegung bringt „Rücken“ (bei mir) und „Hüfte“ bei Frau Hoppenstedt.
Um dem körperlichen Verfall Einhalt zu gebieten haben wir, zumindest daheim, den Sport wiederentdeckt. Aber im letzten Urlaub siegte dann, bis auf diverse Schwimmbadbesuche, doch wieder die Gemütlichkeit, die leider inzwischen eher früher als später mehr „Rücken“ nach sich zieht.
die Lösung!
Nach langem grübeln bin ich auf die geniale Lösung gekommen: Camping muss wieder anstrengender werden!
Nicht mehr alles im Auto haben, möglichst minimalistisch unterwegs sein, Kühlschrank, Bett, irgendwas zum kochen, fertig. Quasi back to the roots.
Und vor allem: wieder ein kleines wendiges Fahrzeug, das durch keinen höhenbegrenzten Parkplatz abgehalten wird, unnötig viel Parkraum braucht und nicht allen auf den Zeiger geht, die nicht selbst Wohnmobil fahren.
Und hey, sowas steht ja in der Garage! Und hey, was macht man über 50, wenn man die Lösung eines Problems angehen will? Genau, shoppen gehen!
Kühlschrank: check!
Matratze: check! (Werbung weil Affiliate Link mit 10% Rabatt)
für etwas Privatsphäre hab ich auch schon ein „Vorhangset“ (Werbung, weil Amazon affiliate Link) gekauft.
Da steht dem Tesla-Camping doch nix mehr im Wege. Ok, Frau Hoppenstedt hat mich für bekloppt erklärt, irgendwas von midlife crisis geredet und glaubt (noch) nicht, dass wir zu zweit überhaupt in das Tesla Schlafzimmer kraxeln und pennen können, aber irgendwas ist ja immer.
Zwei weitere kleine Probleme gibt es noch: Mein Model Y hat leider keine Anhängerkupplung, Fahrräder mitnehmen ist damit also nicht möglich. Und ich hab damals ein Kilometerleasing gewählt, das auf meine Pendelstrecke ausgelegt ist und keine Reisen berücksichtigt, weil wir dafür ja den gemütlichen Kasten haben.
Aber auch hier greift der gleiche Lösungsansatz: Shoppen gehen!
Also hab ich ein neues Model Y bestellt, mit Anhängerkupplung und ohne Kilometerleasing. Das bestehende Leasing lässt sich problemlos auflösen, wenn der neue Schlitten da ist, Problem gelöst!
Leider scheint es momentan viele angehende Ü50 Tesla-Camping Freunde zu geben, wodurch die Lieferzeit für Tesla Verhältnisse verdammt lang sind.

Dann wird die erste Campingreise halt direkt Wintercamping. Frau Hoppenstedt wird begeistert sein!
Wird es uns gelingen, die Körperfülle wieder dem begrenzten Platz im Reisemobil anzupassen?
Werde ich alleine im Tesla vor dem Hotel pennen, in dem Frau Hoppenstedt schlummert?
Wenn du die Antworten auf diese Fragen nicht verpassen willst, abonniere gerne diesen Blog, dann wirst du per Mail informiert, wenn es hier was neues gibt.
Happy Tesla-Camping und bis bald!